below the surface_ in between textures pt1+2

work

Videoscreening, Grundstein7 , 2014

die selbstmalerei wird nicht länger dargestellt und fügt sich der bewegten begegnung

interaktion jenseits von verbalisierten konstrukten

interaktion als plattform innerer projektion

verbündete des körpers werden selbst zum ort der entscheidung

Performance: Clemens Biedrawa, Ursula Fink

Kamera & Schnitt: Lucas Kopcsa

 

Making of  bts pt1, Video,- & Audiotrace, 2014                                                      

Das Videomaterial wurde für eine Ausstellung zum Thema „Interaktion“ gedreht. Die Idee war es, mit dem Medium Körper Interaktionen darzustellen, welche sich von den im Alltag auftretenden gewöhnlichen und verbalen Interaktionen abheben. Elemente des physischen Vokabulars der Contact Improvisation schienen sich dafür gut zu eignen.

Contact Improvisation als Tanzform ist ein physischer Dialog, bei dem zwei oder mehrere TänzerInnen über einen gemeinsamen, sich ständig verlagernden Kontaktpunkt Gewicht abgeben/annehmen. Durch das „Hören mit dem Körper“ und die Pfadwege des geteilten Gewichts ensteht eine Choreographie des „Hier & Jetzt, es gibt also keinen a priori festgelegten Plan der Bewegungsabfolge.

Um die ursprüngliche Idee umzusetzen hatten wir dennoch eine Vorstellung der verwendeten Elemente und des Outputs.

Ein wiedersprüchliches Moment wird produziert. Das „im Hier und Jetzt“ enstehende scheint notwendigerweise durch das cineastische Momentum von der Vorstellung des optimalen Outputs subtrahiert zu werden.

Der Betrachter sieht das in der Postproduktion geloopte Material/Output und hört gleichzeitig die Audiospur des making of Prozesses.

Die Audiospur, welche durch Zufall aufgenommen wurde, ist der einizige Zeuge für Versuch und Irrtum von physischer Interaktion und verbaler Instruktion.

ENGLISH:

The video was shot for an exibition on the subject of „interaction“. Actually we aimed to display some kind of embodied interactions, reaching beyond everyday strategies of verbal interaction. We thought of contact improvisation as a medium which is perfectly suited to us.

Contact Improvisation as a dance form can be seen as a physical dialogue between two or more dancers who give and recieve weight via a constantly changing contact point.

In contact improvisation we rarely pursue a plan of how to move; rather we are listening with the body, sharing weight and playing with the physical momentum. The space, the pathways of shared weight and the commitment to the „here & now“ become the choreographer.

However, to produce an appropriate output, we had a plan of which elements from C.I. to use for the video.

A contradictory and humorous moment is produced. The cinematic momentum seems to inevitably subtract what is emerging in the here & now from the vision oft he ideal output.

The observer is viewing the output that was modified by looping in postproduction and simultaniously listening to the audiotrace of the process.

The audiotrace, which was recorded unintentionally became the only witness of the trial and error in physical interaction and verbal instruction.