cohe(a)rence pt2

work

Intervention im öffentlichen Raum, Free Space Festival , 2013

Passanten wurden eingeladen bei dem mitten auf einem Gehweg platzierten, mit Pflanzen gefüllten einkaufswagen zu verweilen. Über Stereo-Kopfhörer konnten sie Frequenzen aus dem alpha Bereich vernehmen, welche dafür bekannt sind die Gehirnwellen in der Art zu stimulieren, dass ein positiver Zustand der Entspannung wahrgenommen werden kann. durch das binaurale Wirkprinzip der Frequenzen kommt es zu einer Synchronisation der rechten und linken Gehirnhälfte, wodurch über elektromagnetische Signale Kommunikation mit der dem Herz impliziten intelligenz* stattfinden kann. Die Passanten hatten die Gelegenheit, die Möglichkeit der Kommunikation zwischen den ihnen impliziten Instanzen durch die Rezeption der Frequenzen zu erforschen. Die Passanten selbst wurden zu „performativen Klangkörpern“ und konnten für einen Moment aus der Resonanz mit dem Alltäglichem aussteigen.

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Bereits 1979 beschrieb der Soziologe Aaron Antonovsky im Rahmen seines revolutionären Konzepts der Salutogenese welche Faktoren dazu beitragen würden dass Menschen trotz der Erfahrung traumatischer, stressevozierender Erfahrungen (die bekanntlich für die Entstehung von Krankheiten verantwortlich sind) gesund blieben.

Der Sense of Coherence beschreibt als solcher Faktor die Fähigkeit eines Menschen, Zusammenhänge des Lebens zu verstehen und die Überzeugung, dass es möglich ist, das eigene Leben in einer sinngegebenen Welt zu gestalten.

Forschungen des Institue of Heart Math (California, USA) zufolge lasst sich ein solcher Zusammenhang des Lebens auf individueller Ebene wissenschaftlich erklären: Das Herz besitzt demzufolge eine ihm implizite Intelligenz (heart intelligence) und kommuniziert über elektromagnetische Signale mit dem Gehirn.

Ein auditives Erfahrungsfeld utopischer Kommunikation zwischen intrapersonalen und kollektiven Instanzen. Ist es möglich, dass allein das “Hinhören” einen neuen Rhytmus des Kollektivs generiert?

Konzept : Ursula Fink

Kamera & Schnitt: Davide Herrera

Projektionen: Denny Voch